Bundesweite Förderungen

Die Bundesregierung und verschiedene Landesregierungen unterstützen die Umrüstung von fossilen Brennstoffen auf Biomasse. Aus dem Marktanreizprogramm werden seit 2009 auch Großanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Investitionszuschüssen, zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen gefördert. Hier sind Zuschüsse bis zu 45% der förderfähigen Investitionskosten möglich. Zusätzlich werden in einigen Bundesländern Sonderförderungen angeboten.

Wir beraten Sie gerne umfassend über Fördermöglichkeiten für Ihre neue Biomasse-Anlage und wickeln die Antragstellung gerne für Sie ab.

Für einen schnellen Überblick über die umfangreichen Fördermöglichkeiten auf Bundesebene, haben wir Ihnen eine Übersicht zusammengestellt.

Förderungen der KfW-Bankengruppe

Die KfW-Bankengruppe hat ihr Programm Erneuerbare Energien 2009 um Finanzierungen für größere Projekte erweitert. Das Programm dient der langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu einem günstigen Zinssatz.
Im Programmteil „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ werden Anlagen zur Bereitstellung von Wärme aus Biomasse-Anlagen, deren Wärme zu über 50% für Prozesse, das heißt zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird, gefördert. Hier sind Förderungen bis zu 45% der förderfähigen Kosten möglich.


Folgende KfW-Förderungen sind für Sie interessant:

  • Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- oder Thermalölkessel zur Erzeugung von Prozesswärme inkl. der gesamten Peripherie und Einhausung

    Förderfähig sind folgende Biomasse-Vorhaben:

    • Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- oder Thermalölkesse zur Erzeugung von Prozesswärme inkl. der gesamten Peripherie und Einhausung
    • Mögliche Brennstoffe:
    • Hackschnitzel aus naturbelassenem Holz
    • Holpellets nach DIN plus oder Holzbriketts
    • Säge- und Hobelspäne, Schleifstaub, Rinde
    • gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten
      (= AI + AII)
    • Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten
    • Stroh und ähnliche pflanzliche Stoffe, nicht als Lebensmittel bestimmtes Getreide wie Getreidekörner und Getreidebruchkörner, Getreideganzpflanzen, Getreideausputz, Getreidespelzen und Getreidehalmreste sowie Pellets aus den vorgenannten Brennstoffen
    • Nicht zugelassene Brennstoffe:
      • Gebrauchtholz A III + A IV
      • Zugehörige Brennstofflager mit Fördersystemen

    Darüber hinaus förderfähig:

    • Machbarkeitsabschätzungen und Planung im Zusammenhang mit der Umsetzung einer beantragten Maßnahme
    • notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Biomasseanlage oder Wärmepumpe (zum Beispiel Fundament oder Einhausung) beziehungsweise zur Aufständerung und Unterkonstruktion für Solarkollektoren sowie Mauerdurchbrüche für Rohrleitungen
    • Kosten für die Erstellung eines (Energie-)Einsparkonzeptes sowie die Umsetzungsbegleitung der geförderten Maßnahme durch externe Energieberater

    Antragsberechtigte:

    Alle natürlichen und juristischen Personen - auch Contractoren - mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

    Art der Förderung:

    • Zinsgünstiges Förder-Darlehen PLUS Tilgungszuschuss
    • Finanzierung bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten (bis zu 25 Mio. € pro Vorhaben)
    • Tilgungszuschuss bis zu 45 % der förderfähigen Kosten
    • Zinsgünstige Darlehen ab 1,00 % effektiver Jahreszins
    • 10 Mio. € Tilgungszuschuss, Tilgung in Vierteljahresraten, Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
      Fördermittelberechnung „Tilgungszuschuss“:
    • Förderfähige Kosten sind die Investitionsmehrkosten
    • Die Zuwendung der zuwendungsfähigen Kosten beträgt bis zu 30% der förderfähigen Mehrkosten
      Zusatzförderung für KMU:
      Kleine und mittlere Unternehmen können eine Zusatzförderung in Höhe von 10%-Punkten auf die förderfähigen Kosten erhalten.

    Kumulation:

    • Ausschluss der Inanspruchnahme staatlicher Beihilfen, Beihilfen nach dem Erneuerbaren-EnergienGesetz oder Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
    • Kombinationen mit Länderförderungen möglich, soweit von den Ländern nicht ausgeschlossen.

    DE-minimis Regelung:

    In der EU sind prinzipiell alle wettbewerbsverzerrenden staatlichen Beihilfen verboten. Es wurde je-doch eine Bagatellgrenze festgelegt, die in der DE-minimis-Regelung formuliert ist: Sie besagt, dass die Summe staatlicher Beihilfen innerhalb von drei Steuerjahren 200.000 € nicht überschritten werden darf. Als Beihilfen gelten sowohl direkte Zuschüsse als auch Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. Zinsvergünstigungen, Darlehen, Bürgschaften etc. Im Zuwendungsbescheid ist der Subventionswert immer ausgewiesen.

    Besondere Hinweise:

    • Amortisationszeit Gesamtvorhaben muss ohne Inanspruchnahme einer Förderung insgesamt mehr als 2 Jahre betragen
    • Zweckbindungsfrist 3 Jahre

    Informations- und Antragsstelle:

    Die Antragsstellung erfolgt an die KfW grundsätzlich über ein Kreditinstitut (Banken und Sparkassen). Diese übernehmen für die von ihnen durchgeleiteten Kredite die vollständig die Haftung. Der Antrag ist daher vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl zu stellen.

    KfW
    Palmengartenstraße 5-9
    60325 Frankfurt
    Kostenfreie Servicenummer: 0800 539 9001

    Weitere Informationen und Merkblätter erhalten Sie zudem unter dem nachfolgenden Link:
    https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Energieeffizienz-und-Prozessw%C3%A4rme-aus-Erneuerbaren-Energien-(295)/?wt_cc1=umwelt&wt_cc2=unt|energie-umwelt&wt_mc=52499124664_322541764520&wt_kw=b_52499124664_%2Bkfw%20%2B295&wt_cc3=52499124664_kwd-604125941198_322541764520

    Laden Sie sich hier unser Merkblatt als PDF-Dokument herunter.

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