Bundesweite Förderungen

Die Bundesregierung und verschiedene Landesregierungen unterstützen die Umrüstung von fossilen Brennstoffen auf Biomasse. Aus dem Marktanreizprogramm werden seit 2009 auch Großanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Investitionszuschüssen, zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen gefördert. Hier sind Zuschüsse bis zu 55% der förderfähigen Investitionskosten möglich. Zusätzlich werden in einigen Bundesländern Sonderförderungen angeboten.

Wir beraten Sie gerne umfassend über Fördermöglichkeiten für Ihre neue Biomasse-Anlage und wickeln die Antragstellung gerne für Sie ab.

Für einen schnellen Überblick über die umfangreichen Fördermöglichkeiten auf Bundesebene, haben wir Ihnen eine Übersicht zusammengestellt.

Förderungen der KfW-Bankengruppe

Die KfW-Bankengruppe hat ihr Programm Erneuerbare Energien 295 um Finanzierungen für größere Projekte erweitert. Das Programm dient der langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu einem günstigen Zinssatz.
Im Programmteil „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ werden Anlagen zur Bereitstellung von Wärme aus Biomasse-Anlagen, deren Wärme zu über 50% für Prozesse, das heißt zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird, gefördert. Hier sind Förderungen bis zu 55% der förderfähigen Kosten möglich.


Folgende KfW-Förderungen sind für Sie interessant:

  • Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- oder Thermalölkessel zur Erzeugung von Prozesswärme inkl. der gesamten Peripherie und Einhausung

    Förderfähig sind folgende Biomasse-Vorhaben:

    • Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- oder Thermalölkessel zur Erzeugung von Prozesswärme inkl. der gesamten Peripherie und Einhausung
    • Projekte der Wärmeerzeugung für Treibhäuser des Gemüse- und Gartenbaus
    • Projekte der Wärmeerzeugung für Holzbe- und -verarbeitende Betriebe
    • Zugehörige Brennstofflager mit Fördersystemen

    Mögliche Brennstoffe:

    • Hackschnitzel aus naturbelassenem Holz
    • Landschaftspflegeholz
    • Holzpellets (auch Industriepellets) nach DIN plus oder Holzbriketts
    • Säge- und Hobelspäne, Schleifstaub, Rinde
    • Gebrauchtholz A I und A II, das heißt:
      lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenor-ganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten
    • Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Be-schichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten
    • Stroh und ähnliche pflanzliche Stoffe, nicht als Lebensmittel bestimmtes Getreide wie Getreide-körner und Getreidebruchkörner, Getreideganzpflanzen, Getreideausputz, Getreidespelzen und Getreidehalmreste sowie Pellets aus den vorgenannten Brennstoffen

    Darüber hinaus förderfähig:

    • Machbarkeitsabschätzungen und Planung im Zusammenhang mit der Umsetzung einer beantragten Maßnahme
    • notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Biomasseanlage oder Wärmepumpe (zum Beispiel Fundament oder Einhausung) beziehungsweise zur Aufständerung und Unterkonstruktion für Solarkollektoren sowie Mauerdurchbrüche für Rohrleitungen
    • Kosten für die Erstellung eines (Energie-)Einsparkonzeptes sowie die Umsetzungsbegleitung der geförderten Maßnahme durch externe Energieberater

    Nicht förderfähig:

    • Projekte mit Kraft-Wärme-Kopplung welche grundsätzlich im Rahmen des EEG oder KWKG gefördert werden KÖNNTEN
    • Nicht zugelassene Brennstoffe (Beispiele):
      -- Gebrauchtholz A III + A IV
      -- Siebüberläufe aus Bioabfall
      -- Gärreste

    Antragsberechtigte:

    • Alle Einzelpersonen und Unternehmen - auch Contractoren - mit einer Betriebsstätte oder Nieder-lassung in Deutschland
    • Kommunale Unternehmen
    • Landwirtschaftliche Betriebe
    • Betriebe des Erwerbsgarten- und Gemüsebaues
    • Holzbe- und -verarbeitende Betriebe

    Nicht Antragsberechtigte:

    • Kommunen und deren unselbständige Eigenbetriebe (Eigenbetriebe sind nach deutschem Kommunalrecht Organisationseinheiten einer Gemeinde, die keine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, für die durch die Art und Umfang ihres Tätigkeitsprofils eine selbstständige Wirtschaftsführung gerechtfertigt sein kann)
    • Unternehmen in Schwierigkeiten
    • Unternehmen die keine Beihilfe in Anspruch nehmen dürfen
    • Sogenannte In-Sich-Geschäfte, wie zum Beispiel der Erwerb aus dem Eigentum des Ehegatten oder Vermögenstransfers innerhalb einer Unternehmensgruppe
    • Treuhandkonstruktionen

    Art und Höhe der Förderung:

    Zinsgünstiges Förder-Darlehen PLUS Tilgungszuschuss

    • Finanzierung bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten (bis zu 25 Mio. € pro Vorhaben)
    • Tilgungszuschuss 45% für große Unternehmen; 55% für kleine und mittlere Unternehmen
    • Maximaler Tilgungszuschuss: 10 Mio. €
    • Zinsgünstige Darlehen ab 1,00% effektiver Jahreszins
    • Darlehenshöhe kann so gewählt werden, dass sie der Höhe des zu erwartenden Tilgungszuschusses entspricht
    • Darlehenskonditionen: Tilgung in Vierteljahresraten, Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich

    Beihilferechtliche Grundlage und Berechnung der förderfähigen Kosten:

    • Die Förderung erfolgt nach Allgemeiner Gruppenfreistellungsverordnung (auf Antrag auch Förderung nach De-minimis möglich)
    • Förderfähige Kosten sind:
      -- Bei Neubauten auf „Grüner Wiese“: InvestitionsMEHRkosten gegenüber fossiler Vergleichsanlage
      -- Bei Ergänzung einer Bestandsanlage / alte Anlage bleibt z.B. für Besicherungszwecke oder als Spitzenlastkessel stehen:
      100% der Kosten
      -- Bei Ersatz einer Bestandsanlage / Altanlage wird zurückgebaut: 100% der Kosten

    Kumulation:

    • Ausschluss der Inanspruchnahme staatlicher Beihilfen, Beihilfen nach dem Erneuerbaren-EnergienGesetz oder Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
    • Kombinationen mit Länderförderungen möglich, soweit von den Ländern nicht ausgeschlossen.

    Besondere Hinweise:

    • Die Amortisationszeit des Gesamtvorhabens muss ohne Inanspruchnahme einer Förderung insgesamt mehr als 2 Jahre betragen
    • Zweckbindungsfrist: 3 Jahre. In dieser Zeit:
      -- Nur zweckgebundener Betrieb mit mind. 50% Prozesswärme
      -- Nur zugelassene Brennstoffe
      -- Keine KWK möglich
      -- Keine Änderung der Besitzverhältnisse, außer der zweckgebundene Weiterbetrieb bis zum Ende der Frist wird garantiert (Anzeige erforderlich).

    Maßnahmenbeginn:

    Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens (= Abschluss eines Vertrages über Lieferung oder Leistung) bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl zu stellen.
    Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann jedoch bereits nach Beantragung gestellt werden.
    Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Maßnahmenbeginn.

    Informations- und Antragsstelle:

    Die Antragsstellung erfolgt an die KfW grundsätzlich über ein Kreditinstitut (Banken und Sparkassen). Diese übernehmen für die von ihnen durchgeleiteten Kredite die vollständig die Haftung.

    KfW
    Palmengartenstraße 5-9
    60325 Frankfurt
    Kostenfreie Servicenummer: 0800 539 9001

    https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Energieeffizienz-und-Prozessw%C3%A4rme-aus-Erneuerbaren-Energien-(295)/

    Merkblätter KfW zum Download:

    KfW Merkblatt Programm 295.

    KfW Merkblatt KMU Definition.

    KfW Merkblatt Investitionsmehrkosten.

    Laden Sie sich hier unser Infoblatt als PDF-Dokument herunter.

Blätterkatalog
KfW Förderprogramm 295