Drei weiße H2-Tanks (Wasserstoff) vor blauem Himmel

Wasserstoff - Hochlauf 2025+

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Manche Unternehmen setzen aktuell auf grünen Wasserstoff als Hoffnungs- und Energieträger für eine klimaneutrale Zukunft. Welche Rolle Wasserstoff aber wirklich leisten kann, muss angesichts aktueller technischer, infrastruktureller und vor allem wirtschaftlicher Fragestellungen kritisch hinterfragt werden.

Exkurs - DIE FARBENLEHRE DES WASSERSTOFFS

Wasserstoff (H) ist das am häufigsten vorkommende chemische Element im Universum. Auf der Erde findet es sich in der Regel nur als Molekül, daher auch die Bezeichnung H2.
Auch wenn Wasserstoff ein farbloses Gas ist, wird häufig von „grünem“, „grauen“ oder „blauem“ Wasserstoff gesprochen. Durch die Farben unterscheidet man die Herstellungsart sowie den Grad der Klimaneutralität.

Grauer Wasserstoff: Der bisherige Standard: Erdgas, Erdöl (oder andere kohlenstoffhaltige Stoffe) werden unter Druck und Temperatur durch Wasserdampf aufgespalten („Dampfreformierung“). Pro Tonne Wasserstoff entstehen dabei 10 Tonnen CO2, das in die Atmosphäre abgegeben wird.

Blauer Wasserstoff: Wie oben, aber das entstehende CO2 wird (teilweise, max. 90%) abgeschieden und im Erdboden gespeichert (CCS, Carbon Capture and Storage).

Pinker Wasserstoff (auch als gelb/ rot/ violett bezeichnet): Der Strom für die Elektrolyse stammt aus Kernkraftwerken. Es entstehen keine CO2-Emissionen.

Oranger Wasserstoff: entsteht durch die Behandlung (Verbrennung, Vergasung oder Fermentation) von Biomasse bzw. Abfällen ODER unter Nutzung des Stroms aus diesen Anlagen in der Elektrolyse. Es entstehen keine zusätzlichen CO2-Emissionen.

Türkiser Wasserstoff: Das Methan im Erdgas wird in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten („Methanpyrolyse“). Der Kohlenstoff wird als Granulat gelagert und kann ggfs. weiterverwendet werden. Es entweicht kein CO2 in die Atmosphäre. Ist die Energie zur Pyrolyse erneuerbar, ist türkiser Wasserstoff CO2-neutral. Das Verfahren befindet sich noch in der Entwicklung.

Grüner Wasserstoff: Mit Erneuerbarer Energie wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten („Elektrolyse“). Es entstehen keine CO2-Emissionen.

Fakt ist: Wasserstoff wird auf absehbare Zeit nicht ausreichend verfügbar und nicht wirtschaftlich sein!

Bedarf und Verfügbarkeit

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