Projekt Nürnberg

Scherzer Gemüse GmbH
Branche Inhouse Farming - Gemüse
Technik Warmwasser
Nennwärmeleistung 2 x 4.000 kW (Warmwasser)
Brennstoff Gebrauchtholz A I/ A II
Luftaufnahme der Biomasseanlage mit doppelten Biomassekessel in Nürnberg. Das Gebäude der Anlage hat ein orangenes Dach und zwei Kamine stehen am Schluss des Gebäudes. Im Hintergrund ist ein roter Kran sowie der Nürnberger Flughafen.

ZWEI BIOMASSEKESSEL FÜR GEWÄCHSHÄUSER – UND DEN FLUGHAFEN NÜRNBERG!

Das Familienunternehmen Scherzer Gemüse GmbH, mit Sitz in Nürnberg, blickt auf eine lange Tradition zurück. Ursprünglich ein kleiner Familienbetrieb, hat sich das Unternehmen zu einem modernen und verantwortungsbewussten Produzenten von regionalem Gemüse entwickelt. Nachdem in den 70er Jahren ein Porsche des Seniorchefs verkauft und dafür die allerersten Glashäuser im sogenannten Knoblauchland zwischen Stadt Nürnberg und Flughafen errichtet wurden, betreibt Scherzer heute an drei Standorten hochmoderne Gewächshausanlagen, in denen Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika unter optimalen Bedingungen gedeihen.

Unsere Anlage sorgt für...

4.870.000 kg

CO₂-Einsparung/Jahr

Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t
CO₂-Einsparung pro MWh

Gemüse produzieren – und gleichzeitig noch den airport nürnberg versorgen 

Klimaneutral erzeugtes gemüse

Regional erzeugte Produkte wie Tomaten, Gurken und Auberginen wachsen bei Scherzer Gemüse in Nürnberg in Gewächshäusern mit einer Gesamtfläche von 8,2 ha! Doch bei der Produktion entsteht ein erheblicher Wärmebedarf – die Glashäuser müssen im Winter wie im Sommer (wenn es vor allem um die aktive Entfeuchtung geht) beheizt werden. 

Tomatensträuche.
© und mit freundlicher Genehmigung von Scherzer Gemüse GmbH
der Flughafen Nürnberg bei nacht

Schön warm am flughafen

Was gibt es schöneres als Urlaub – gerade in den kalten Wintermonaten! Unsere Anlage versorgt nicht nur den Betrieb Scherzer mit Wärme. Auch der Airport Nürnberg in der direkten Nachbarschaft wird über ein Fernwärmenetz mit der Wärme aus Biomasse versorgt! 

Gemüse produzieren – und gleichzeitig noch den airport nürnberg versorgen 

Klimaneutral erzeugtes gemüse

Regional erzeugte Produkte wie Tomaten, Gurken und Auberginen wachsen bei Scherzer Gemüse in Nürnberg in Gewächshäusern mit einer Gesamtfläche von 8,2 ha! Doch bei der Produktion entsteht ein erheblicher Wärmebedarf – die Glashäuser müssen im Winter wie im Sommer (wenn es vor allem um die aktive Entfeuchtung geht) beheizt werden. 

Tomatensträuche.
© und mit freundlicher Genehmigung von Scherzer Gemüse GmbH

Schön warm am flughafen

Was gibt es schöneres als Urlaub – gerade in den kalten Wintermonaten! Unsere Anlage versorgt nicht nur den Betrieb Scherzer mit Wärme. Auch der Airport Nürnberg in der direkten Nachbarschaft wird über ein Fernwärmenetz mit der Wärme aus Biomasse versorgt! 

der Flughafen Nürnberg bei nacht

DOPPELTE AUSFÜHRUNG: ZWEI BIOMASSEKESSEL FÜR 8.000 KW WARMWASSER

Die zwei Biomassekessel mit einer Gesamtleistung von 8.000 kW (2 x 4.000 kW) wurden 2021 in einem modernen Kesselhaus installiert. Sie liefern Warmwasser mit einer Vorlauftemperatur von 80 bis 90 °C und speisen dieses in ein bestehendes Wärmenetz ein. Jährlich wird so eine Wärmemenge von 26.000 MWh CO2-neutral bereitgestellt. Ein Wärmespeicher mit einem Volumen von ca. 1.200 m³ sorgt für eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Wärmebereitstellung.
Ansicht der Anlage in Nürnberg mit massiven Rohrleitungen von innen.
Eine Komponente wird über Ketten eines Krans in eine Biomasseanlage in Nürnberg eingelassen.

BEWUSSTE ENTSCHEIDUNG FÜR PREMIUMANLAGE

Zur Beheizung der etwa 7 Hektar großen Unterglasfläche am Standort Nürnberg setzt das Unternehmen bereits seit über einem Jahrzehnt auf Biomasse als Brennstoff. Eine Wettbewerbsanlage wurde im Jahr 2021 – lange vor Erreichen der erwarteten Lebensdauer – abgerissen und verschrottet. Die Schmidmeier NaturEnergie wurde beauftragt am gleichen Standort im gleichen Gebäude eine leistungsstarke Doppelkesselanlage zu errichten.

GEBRAUCHTHOLZ UND HOLZARTIGE BIOMASSE ERGÄNZEN SICH GUT 

EPAL Palette in einem Brennstofflager der Schmidmeier NaturEnergie

Als Brennstoff kommt naturbelassenes Holz, holzige Biomasse sowie Altholz der Kategorien A I und A II zum Einsatz. Die Lagerung erfolgt in einer geräumigen Halle mit vollautomatisiertem Kranbetrieb. Dieser transportiert das Material zu einem Kratzkettenförderer, der den Brennstoff bedarfsgerecht in die Feuerung einschleust.

Spezielle Feuerung für Schwierige Brennstoffe

Unsere Feuerungen für anspruchsvolle, hochkalorische Brennstoffe sind konsequent wassergekühlt – vom Rost bis hin zum Feuerraum. Das schützt die Anlage vor Überhitzung, erhöht die Lebensdauer und sorgt dafür, dass die Anlagen auch im Betrieb mit hochwirtschaftlichen Brennstoffen – wie beispielsweise Altholz – eine hohe Verfügbarkeit haben.

Das gibt es so nur bei uns!
Zeichnung des Inneren der Feuerraumkühlung zur Darstellung des Prozesses.

Kombinierte Rauchgasreinigung stellt Emissionswerte weit unter dem vorgeschriebenen Standard sicher 

Schmidmeier NaturEnergie setzt auf eine mehrstufige Rauchgasreinigung, die Emissionen mühelos unter die gesetzlichen Grenzwerte senkt. Das Verfahren besteht aus drei Stufen:

 

SNCR-Anlage im Feuerraum:

  • Eindüsung von Reduktionsmittel in den Rauchgasstrom
  • Stickoxide werden zu Wasserdampf und Stickstoff reduziert
  • wichtig: richtiges Temperaturniveau!

Multizyklon

  • Abscheidung aller groben Staubpartikel
Zeichnung eines Multizyklon

Gewebefilter

  • Abscheidung selbst feinster Partikel mit einem Abreinigungsgrad von über 99%
  • Additiv-Dosierung im Filterkuchen bindet zusätzliche Schadstoffe
Zeichnung eines Gewebefilters

NACH VIER JAHREN BETRIEB: SCHERZER ERWEITERT UM PRIME FEUERUNG

Insgesamt vier Schmidmeier-Anlagen hat Stefan Scherzer betriebsübergreifend schon im Einsatz. Nach vier Jahren Betrieb in Nürnberg entschied er sich 2025 für die Investition in die Hochdynamikregelung PRIME, um das letzte Prozent Leistung aus der Anlage herauszuholen und dafür manuell notwendige Handgriffe zu verringern. Dabei im Fokus: Die Feuerleistungsregelung für eine konstante Kesselfahrweise und eine gleichmäßge Verbrennung. Aber auch das Lasthierarchiemanagement der beiden Kessel wird dadurch weiter verbessert – für ein optimales Zusammenspiel beider Anlagen.
Logo der Hochleistungsregelung PRIME. Schmidmeier NaturEnergie und Conenga Wipp & Voigt.
Ansicht des Feuerraums mit brennendem Feuer.
„Mit den Spezialisten und Programmierern von Schmidmeier haben wir im Laufe der Zeit immer wieder Stellen herausgearbeitet, an denen wir Optimierungspotential in der Bestandsregelung vermutet haben. PRIME stellt unsere Alage noch feiner ein – vollautomatisch und hocheffizient“
 
– Stefan Scherzer 
Mehr Infos

Anlagedaten im Überblick

Leistung
Nennwärmeleistung 2x 4.000 kW (Warmwasser)
Kesselparameter Vorlauftemperatur 95 °C
Jährliche Wärmeerzeugung 26.000 MWh
Anlagedaten
Inbetriebnahme (Jahr) 2021
Feuerung 2x Gegenstromfeuerung mit wassergekühltem Vorschubrost sowie primärer und sekundärer Rauchgasrezirkulation und wassergekühltem Feuerraum
Kessel 2x liegender 2-Zug-Großwasserraumkessel
Rauchgasreinigung 2x SNCR, Multizyklon und Gewebefilter mit Additivdosierung
Brennstoff
Brennstoffart Gebrauchtholz A I / A II
Jährlicher Brennstoffbedarf 7.500 t
Brennstofflager Brennstofflagerhalle mit Automatikkran

CO₂-Einsparung

4.870.000 kg
CO₂-Einsparung/ Jahr

Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t CO₂-
Einsparung pro MWh

2.710 jahre
Autofahren

(150 g CO₂/ km) mit einem
Mittelklassewagen und
12.000 km/ Jahr

37.500
Flüge

pro Person auf einem
einfachen Flug von München
nach Berlin (130 kg CO₂)

580
mal

die Jahres-Pro-Kopf-
Emissionen je Einwohner
in Deutschland (8,4 t CO₂/ a)