Einweihung Biomasseheizwerk Dingolfing

Größter Industriebetrieb Bayerns spart 20.000 Tonnen CO₂

Prozesswärme ohne Gas, nachhaltig und versorgungssicher? Das geht! Wie – beweist das Projekt der UP Energiewerke GmbH, Tochterunternehmen der Stadtwerke Dingolfing und Bayernwerk Natur GmbH. Ein Paradebeispiel dafür, wie mit erneuerbarer und CO₂-neutraler Energie die Versorgung der Industrie zuverlässig klappt – und die Klimawende dazu. Die Anlage beweist einmal mehr, was Holzenergie alles kann – Grund genug für Ministerpräsident Söder, die Anlage persönlich mit einzuweihen.    

 
Bildquelle: Bayernwerk AG

Dingolfing: 100.000 MWh Wärmeenergie, 20.000 Tonnen CO₂-Einsparung: Nur zwei Zahlen, die das neue Biomasse-Heizwerk in Dingolfing beschreiben. Das dortige BWM-Werk wird damit bis zu 50 Prozent seines Prozess-Heißwasserbedarfs durch Wärme aus regionaler Biomasse und eigenen Verpackungsrestholzbeständen erhalten. Durch die Nutzung der Biomasse senkt das Unternehmen seine CO₂-Gesamtemissionen am Standort Dingolfing pro Jahr um 10 bis 15 Prozent. Generalunternehmer für die Biomasse-Anlagentechnik ist die Firma Schmidmeier NaturEnergie GmbH aus der Oberpfalz.  

 
Das gesamte Projektteam der Schmidmeier NaturEnergie, das die Anlage in Dingolfing betreut hat. Innerhalb der Anlage.
Ferdinand Schmidmeier und zwei weitere Personen im Biomasseheizwerk in Dingolfing

GÜNSTIG, KLIMANEUTRAL UND VERSORGUNGSSICHER

„Das ist ein Leuchtturm für die Biomasse-Energie – und die Energiewende! Mit diesem großartigen Projekt wird ein weiterer Schritt Richtung Dekarbonisierung der deutschen Industrie gemacht!“

Stefan Pscheidl, Geschäftsführer der UP Energiewerke GmbH 

„Für die Umsetzung eines solchen Projekts braucht es erfahrene Partner, die schnelle Lösungen finden und den Überblick behalten. Hier sind wir mit der Schmidmeier NaturEnergie fündig geworden.“

Robert Heider, Geschäftsführer der Stadtwerke Dingolfing GmbH

Gesamtübersicht der Anlage in Dingolfing von außen

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich bei der feierlichen Einweihung der Anlage am 18. Mai überzeugt:

„Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke sind kein Widerspruch, sondern gehören zusammen. Die Partnerschaft zwischen BMW Group, Stadtwerken und Bayernwerk kann ein Modell für die Industrie in Bayern und ganz Deutschland sein.“

Markus Schröder, bayrischer Ministerpräsident 

Denn gerade angesichts der aktuellen Preisexplosionen und Verknappung von Öl und Gas zeigt sich, wie wichtig Versorgungssicherheit ist.

„Unser Energieträger wächst vor der Haustür jedes Jahr nach, ist CO₂-neutral und spekulationssicher. Für heimisches Waldrestholz und Gebrauchtholz, das wir nutzen, verlässt kein Cent das Land an Personen, die unser Geld besser überhaupt nicht haben sollten. Viel besser: die komplette Wertschöpfung bleibt bei uns in Deutschland!“

Thomas Schmidmeier 

VERPACKUNGSRESTHOLZ UND WALDHACKSCHNITZEL – DIREKT AUS DER REGION

Bei dem eingesetzten Holz handelt es sich zu einem Viertel um unbehandeltes Restholz direkt aus dem BMW-Werk in Dingolfing – etwa um Einweg-Paletten und Transportkisten. Der andere Teil stammt aus der regionalen Forstwirtschaft aus einem Radius von ca. 60 Kilometern um Dingolfing. Es handelt sich um Restholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Es kann anderweitig nicht genutzt werden, liegt aber in großen Mengen vor. Bislang wurde es in Form von Hackschnitzeln oftmals ins Ausland exportiert. Die energetische Nutzung von Hackschnitzeln aus nachhaltiger Forstwirtschaft anstelle fossiler Energieträger mindert die CO₂–Emissionen. Denn bei der energetischen Nutzung wird nur so viel CO₂frei, wie während der Lebensphase von der Pflanze aus der Atmosphäre gebunden wurde.  

Das neue Heizwerk verfügt über drei ganzjährig laufende Heißwasserkessel sowie eine eigene Altholzaufbereitung. Mittels unterirdischer Leitungen gelangt die vor Ort produzierte Wärme in die Energiezentrale des Automobilherstellers und wird über das werksinterne Netz verteilt.  

 

Innenansicht der Anlage in Dingolfing
Innenansicht der Anlage in Dingolfing

Heimische Biomasse: Wichtiger denn je

Mit der Biomasse-Anlage hält der Dingolfinger Standort die Wertschöpfung vor Ort.  Weil die Anlage regionalen und nachwachsenden Brennstoff nutzt, sind die Transportwege kurz. Aus dem Wald entnommen wird selbstverständlich – im Sinne der Nachhaltigkeit – weniger Biomasse als jene, die jedes Jahr in den Wäldern nachwächst. Zudem entspricht das Heizwerk in seiner Filtertechnik den neuesten umwelttechnischen Standards. 

Geschäftsführer Ferdinand Schmidmeier der Firma Schmidmeier NaturEnergie
„Regionaler, regenerativer und resilienter. Denn neben grünem Strom ist grüne Wärme der Schlüssel dazu, unsere Industrie vor Preistreiberei und Verknappung von Öl und Gas zu sichern. Und sie ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität in der Industrie.“

Ferdinand Schmidmeier

Hier erfahren Sie mehr über die Anlage in Dingolfing:

Ansicht der Anlage in Dingolfing