Projekt Dingolfing

Up Energiewerke GmbH
Branche Automotive
Technik Heißwasser
Nennwärmeleistung 15.000 kW (Heißwasser)
Brennstoff Waldhackschnitzel, Gebrauchtholz
Ansicht der Anlage in Dingolfing

Unsere Anlage sorgt für...

18.780.000 KG

CO₂-Einsparung/Jahr

Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t
CO₂-Einsparung pro MWh

GRÖßTER INDUSTRIESTANDORT IN BAYERN SPART ZUKÜNFTIG 10-15% DER CO2-GESAMTEMISSIONEN EIN

Über 1.500 Automobile laufen in Dingolfing täglich vom Band – darunter beispielsweise die BMW 4er-, 5er-, 6er-, 7er- und 8er- Reihe, sowie der BMW iX1.

Zusätzlich werden in Niederbayern auch Fahrzeugkomponenten und die Rohkarosserien für Rolls-Royce gefertigt.  

Die Produktion ist mit einem hohen Bedarf an Prozesswärme verbunden, etwa für Lackierung, Trocknung und die thermische Behandlung von Metallen.

Durch die Umstellug auf den CO2-neutralen Energieträger Biomasse können in Zukunft 10-15% der CO2-Gesamtemissionen eingespart werden. 

GRÖßTER INDUSTRIESTANDORT IN BAYERN SPART ZUKÜNFTIG 10-15% DER CO2-GESAMTEMISSIONEN EIN

Über 1.500 Automobile laufen in Dingolfing täglich vom Band – darunter beispielsweise die BMW 4er-, 5er-, 6er-, 7er- und 8er- Reihe, sowie der BMW iX1.

Zusätzlich werden in Niederbayern auch Fahrzeugkomponenten und die Rohkarosserien für Rolls-Royce gefertigt.

Die Produktion ist mit einem hohen Bedarf an Prozesswärme verbunden, etwas für Lackierung, Trocknung und die thermische Behandlung von Metallen.
Durch die Umstellung auf den CO2-neutralen Energieträger Biomasse können in Zukunft 10-15% der CO2-Gesamtemissionen eingespart werden.

Starker zusammenschluss sichert grüne wärmeversorgung

Als Kunde treten die UP Energiewerke GmbH auf – ein gemeinsames Tochterunternehmen der Stadtwerke Dingolfing GmbH und der Bayernwerk Natur GmbH. Die Prozesswärme wird im Rahmen eines Versorgungsvertrages mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer jährlichen Abnhamemenge von 100.000 MWh an BMW weitergegeben.

RUND 35 MILLIONEN EURO WERDEN AM STANDORT DINGOLFING IN DIE KLIMANEUTRALE WÄRMEVRSORGUNG DES BMW-STANDORTS INVESTIERT.

MEGAPROJEKT MIT DREI KESSELLINIEN

Die Anlage besteht aus drei Biomassekessellinien mit einer Nennwärmeleistung von jeweils 3.000, 4.000 und 8.000 kW. Die Anlagen mit insgesamt 15 MW versorgen das Werk in Dingolfing mit 100.000 MWh jährlich!

Generalunternehmer für den Anlagenbau

Als Generalunternehmer hat die Schmidmeier NaturEnergie GmbH die komplette Planung und Umsetzung der Anlage im 160 Meter langen Kesselhaus mit Lagergebäude übernommen. 

Zwei der drei Kessellinien sind in einem Gebäude untergebracht, die dritte Linie (Gebrauchtholz) in einer separaten Halle. 

Anlage in Dingolfing direkt an der A92. Laufender Bauprozess mit Kran.
Geschäftsführer Thomas und Ferdinand Schmidmeier bei BMW in Dingolfing mit zwei weiteren Personen (vermutlich Geschäftsführer BMW)

Bau in Rekordzeit

Extrem ambitionierter Zeitplan: Die Grundsteinlegung für das Megaprojekt erfolgte am 09. Juli 2024 – das erste Feuer in der Anlage brannte bereits Ende 2025. Diese kurze Umsetzungsdauer war nur dank der engen Zusammenarbeit und dem unersättlichen Einsatz aller Projektbeteiligten möglich! 

Zum Beitrag

BRENNSTOFFBAND: HACKSCHNITZEL UND GEBRAUCHTHOLZ

Als Hauptbrennstoff kommen in zwei der drei Kessellinien Waldresthölzer der regionalen Forstwirtschaft (wie beispielsweise Gipfelhölzer) zum Einsatz. Dieser Brennstoff wurde bisher oft ins Ausland exportiert – doch jetzt sichert seine energetische Nutzung die regionale, CO2-neutrale Energieversorgung der BMW-Produktion. In der dritten Kessellinie wird unbehandeltes Gebrauchtholz eingesetzt, das direkt im Werk in Dingolfing anfällt. Mehr Kreislaufwirtschaft geht nicht.

Waldrestholz für die Linien 1 und 2 

Traktor mit Anhänger gefüllt mit Waldhackschnitzel

Der überwiegende Teil des eingesetzten Holzes kommt aus der näheren Umgebung – in der Regel aus einem Umkreis von rund 60 Kilometern um Dingolfing.

Zum Einsatz kommt vor allem Waldrest- und Gipfelholz – also Material, das in der klassischen stofflichen Holzverwertung nicht verwendet werden kann, regional in extrem großen Mengen verfügbar ist und bisher häufig als Hackschnitzel ins Ausland exportiert wurden musste.

ALTHOLZAUFBEREITUNG FÜR die linie 3

Das Gebrauchtholz in Form von Verpackungsmaterialien und Paletten wird vor der energetischen Nutzung direkt an der Anlage aufbereitet. Hierfür kommt ein Paletten- und Restholzschredder zum Einsatz, der das Material optimal für die Anlage vorbereitet.

Nahaufnahme von Holzpaletten in einem Brennstofflager.
Altholzlager am Standort Dingolfing

Die Altholzaufbereitung arbeitet mit einer Kapazität von bis zu 8 t/h, im Nennfall werden hier 35 Tonnen pro Tag aufbereitet. Das Material wird entweder direkt auf den Zugboden des ersten Kessels transportiert, oder direkt nebenan zwischengelagert.
Rund ein Viertel des gesamten Brennstoffbedarfs können so durch bereits vorhandenes Material gedeckt werden!

Spezielle Feuerung für Schwierige Brennstoffe

Unsere Feuerungen für anspruchsvolle, hochkalorische Brennstoffe sind konsequent wassergekühlt – vom Rost bis hin zum Feuerraum. Das schützt die Anlage vor Überhitzung, erhöht die Lebensdauer und sorgt dafür, dass die Anlagen auch im Betrieb mit hochwirtschaftlichen Brennstoffen – wie beispielsweise Altholz – eine hohe Verfügbarkeit haben.

Das gibt es so nur bei uns!
Zeichnung des Inneren der Feuerraumkühlung zur Darstellung des Prozesses.

Schick an der A92

Von der Autobahn aus fällt das schicke Gebäude sofort ins Auge: Die grüne Verkleidung und die natürliche Holzfassade lassen bereits erkennen, dass hier Nachhaltigkeit ein Zuhause gefunden hat. Durch unterirdische Leitungen gelangt die Wärme in die Energiezentrale des BMW Group Werks 02.40 und wird von dort werksintern verteilt.

Anlage in Dingolfing direkt an der A92
Pufferspeicher auf der Anlage in Dingolfing

600.000 Liter Pufferspeicher

Sechs riesige Hochdruck-Pufferspeicher mit einer Kapazität von insgesamt 600.000 Liter Fassungsvermögen sorgen dafür, dass Wärme zwischengespeichert wird und Lastspitzen ausgeglichen werden können.

Kombinierte Rauchgasreinigung stellt Emissionswerte weit unter dem vorgeschriebenen Standard sicher 

Schmidmeier NaturEnergie setzt auf eine mehrstufige Rauchgasreinigung, die Emissionen mühelos unter die gesetzlichen Grenzwerte senkt. Das Verfahren besteht aus drei Stufen:

 

SNCR-Anlage im Feuerraum:

  • Eindüsung von Reduktionsmittel in den Rauchgasstrom
  • Stickoxide werden zu Wasserdampf und Stickstoff reduziert
  • wichtig: richtiges Temperaturniveau!

Multizyklon

  • Abscheidung aller groben Staubpartikel
Zeichnung eines Multizyklon

Gewebefilter

  • Abscheidung selbst feinster Partikel mit einem Abreinigungsgrad von über 99%
  • Additiv-Dosierung im Filterkuchen bindet zusätzliche Schadstoffe
Zeichnung eines Gewebefilters

BAU IN REKORDZEIT

„Das Projekt Dingolfing ist mit 15 MW unser bisher größtes Projekt. Der Zeitplan war von Anfang an sehr straff getaktet. Dank unseres Teams, extrem vielen Wochenend- und Nachtschichten, konnte das Projekt aber in der Zeit umgesetzt werden.“- Schmidmeier NaturEnergie

Anlage in Dingolfing, Ansicht von oben
Bauprozess der Anlage in Dingolfing

Anlagedaten im Überblick

Leistung
Nennwärmeleistung 15.000 kW (Heißwasser, 3.000 kW + 4.000 kW + 8.000 kW)
Kesselparameter Vorlauftemperatur 145°C
Jährliche Wärmeerzeugung 100.000 MWh
Anlagedaten
Inbetriebnahme (Jahr) 2025 (geplant)
Feuerung 1 3.000 kW Anlage mit Gegenstromfeuerung mit wassergekühltem Vorschubrost sowie primärer und sekundärer Rauchgasrezirkulation und wassergekühltem Feuerraum
Feuerung 2 4.000 kW Anlage mit Gegenstromfeuerung mit wassergekühltem Vorschubrost sowie primärer und sekundärer Rauchgasrezirkulation
Feuerung 3 8.000 kW Anlage mit Gegenstromfeuerung mit wassergekühltem Vorschubrost sowie primärer und sekundärer Rauchgasrezirkulation
Kessel 3x liegender 2-Zug-Großwasserraumkessel
Economiser 3x Heißwassereconomiser
Rauchgasreinigung 3x SNCR, Multizyklon und Gewebefilter mit Additivdosierung
Brennstoff
Brennstoffart Waldhackschnitzel und Gebrauchtholz in Form von Altpaletten
Brennstofflager 3x Brennstofflagerhalle mit Schubboden

CO₂-Einsparung

18.780.000 kg
CO₂-Einsparung/ Jahr

Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t CO₂-
Einsparung pro MWh

10.400 Jahre
Autofahren

(150 g CO₂/ km) mit einem
Mittelklassewagen und
12.000 km/ Jahr

144.500
Flüge

pro Person auf einem
einfachen Flug von München
nach Berlin (130 kg CO₂)

2.236
mal

die Jahres-Pro-Kopf-
Emissionen je Einwohner
in Deutschland (8,4 t CO₂/ a)