Projekt Bamberg
| Branche | Textilproduktion - Medizinische Textilien |
| Technik | Dampf |
| Nennwärmeleistung | 1.000 kW (Sattdampf) |
| Brennstoff | Industriepellets |

OFA GOES GREEN! MEDIZINISCHE TEXTILIEN UND HILFSMITTEL AB JETZT KLIMANEUTRAL PRODUZIERT!
Unsere Anlage sorgt für...
520.000 kg
CO₂-Einsparung/Jahr
Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t
CO₂-Einsparung pro MWh

BUNTE SACHE: VOR ALLEM IN DER FÄRBEREI FÄLLT EIN HOHER ENERGIEBEDARF AN
Neben der Beheizung sämtlicher Produktions- und Verwaltungsgebäude sowie der Bereitstellung von Warmwasser für Sanitär- und Sozialbereiche fällt der größte Wärmebedarf am Standort in Bamberg vor allem in der hauseigenen Färberei an. In der Färberei werden textile medizinische Materialien in Färbebädern bei definierten Temperaturen behandelt, fixiert und veredelt. Die hierfür benötigte, konstant verfügbare Prozesswärme ist ein wesentlicher Faktor für reproduzierbare Farbergebnisse, hohe Produktqualität und einen stabilen Produktionsablauf.



2024 realisierte die Ofa Bamberg GmbH mit der Schmidmeier NaturEnergie den Bau einer Biomassedampfanlage – der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu 100 % Biomasse stellt dabei die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte dar. Doch neben der Transformation hin zu einer umweltfreundlichen Textilproduktion steht in Bamberg auch klar die Versorgungssicherheit und vor allem die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Aktuelle Themen wie der Fachkräftemangel und die stetig steigenden Kosten fossiler Energieträger stellten das international agierende Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit dem Fuel Switch auf Holzpellets kann Ofa seine Brennstoffe nun deutlich kostengünstiger und dabei vollständig CO2-neutral beziehen.
Vor allem die wirtschaftlichkeit der Biomasse war – neben der nachhaltigkeit – AUSSCHLAGGEBEND FÜR DIE ENTSCHEIDUNG.
2.000 MWh CO2-NEUTRALE WÄRME PRO JAHR FÜR DIE PRODUKTION UND DIE GEBÄUDEHEIZUNG

Der Sattdampfkessel verfügt über eine Nennwärmeleistung von 1.000 kW. Mit einer Dampfleistung von 1.500 kg/h werden im Jahr 2.000 MWh Wärme bereitgestellt! Um das begrenzte Platzangebot gut auszunutzen, ist die Anlage als Containerversion ausgeführt.
KLEINER BRENNSTOFF, GROßE Wirkung in sachen nachhalitgkeit – DIE PERFEKT INS KONZEPT PASST!


Schmidmeier kümmert sich im Rahmen des Projekts nicht nur um die Technik: Auch bei der Erstellung eines geeigneten Brennstoffversorgungskonzepts kann die Ofa Bamberg GmbH auf Unterstützung zählen. Gemeinsam mit den Experten der Technologica GmbH wird alles durchdacht – von der Auswahl der richtigen Lieferanten über die Erstellung von Vertragsunterlagen bis hin zur Begleitung von Preisverhandlungen.
PULSIERENDES HOCHSPANNUNGSFELD SORGT FÜR EINE OPTIMALE RAUCHGASREINIGUNG
Um die gesetzlichen Grenzwerte für Emissionen jederzeit einzuhalten, erfolgt die Rauchgasreinigung mittels Elektrofilter. In einem Elektrofilter werden die Staubpartikel in einem pulsierenden Hochspannungsfeld von 20.000 bis 100.000 Volt elektrostatisch aufgeladen und an einer Niederschlagselektrode abgeschieden. Die Spannung wird 100 Mal pro Sekunde immer an der Grenze zum Spannungsüberschlag entlang geregelt. Die regelmäßige Abreinigung der Niederschlagselektrode erfolgt über ein Klopfwerk direkt in den Trichter der Staubaustragung des Filters.
KOMPAKTE BAUWEISE UND LOGISTISCHE PERFEKTION FÜGT SICH PERFEKT IN DAS BEGRENZTE PLATZANGEBOT EIN
Um die neue Biomasse-Dampfanlage in unmittelbarer Nähe zur Produktion zu planen, musste diese zentimetergenau in das verfügbare, begrenzte Platzangebot eingeplant werden. Die kompakte Bauweise der mobilen KLIMASCHUTZZENTRALE ermöglichte dabei eine optimale Nutzung der Fläche. Um den Werksverkehr platztechnisch nicht zu begrenzen, wurde die Anlage komplett auf eine Stützenkonstruktion gestellt. So kann sogar die dahinterliegende Halle weiterhin durch das Tor unterhalb der KLIMASCHUTZZENTRALE befahren werden.
Während die Krangestellung auf dem begrenzten Raum eine Herausforderung darstellte, erforderte auch der Transport Fingerspitzengefühl: Beim Passieren der Einfahrt blieben lediglich 5cm Platz zwischen Schwertransport und Werkstor! Dank der Zusammenarbeit, der vorausschauenden Planung und dem intensiven Austausch während der Anlieferung stellte das aber keine Probleme für das Team Ofa-Schmidmeier dar.
Stolzer Kunde

„Die Biomasseanlage ist die größte Einzelinvestition, die unser Unternehmen je getätigt hat. Damit setzen wir nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in puncto Nachhaltigkeit ein wichtiges Zeichen.“
Dr. Fabian Bohnen, Geschäftsführer der Ofa Bamberg GmbH
MUTIG, ENTSCHLOSSEN UND SCHNELL: OFA BAMBERG ZEIGT, WIE‘S GEHT!
Die Schmidmeier NaturEnergie GmbH zeigt sich besonders beeindruckt von der Entscheidungsstärke und Geschwindigkeit der Ofa Bamberg GmbH. „Gerade Unternehmen, die Teil einer Holding sind – wie in diesem Fall der INDUS Holding AG – brauchen oft lange für solche Entscheidungen“, erklärt Thomas Schmidmeier. „Umso mehr fasziniert es mich, wenn ein Unternehmen wie die Ofa Bamberg trotz dieser Strukturen mutig, klar und blitzschnell die richtigen Entscheidungen trifft.“
Anlagedaten im Überblick
| Nennwärmeleistung | 1.000 kW (Sattdampf) |
| Dampfleistung | 1.500 kg/h |
| Kesselparameter | Sattdampf, Betrieb 10 bar(ü), Absicherung 16 bar(ü) |
| Jährliche Wärmeerzeugung | 2.000 MWh |
| Inbetriebnahme (Jahr) | 2024 |
| Feuerung | Gleichstromfeuerung mit wassergekühltem Vorschubrost sowie primärer und sekundärer Rauchgasrezirkulation und wassergekühltem Feuerraum |
| Kessel | liegender 2-Zug-Großwasserraumkessel |
| Rauchgasreinigung | Elektrofilter |
| Brennstoffart | Industriepellets |
| Jährlicher Brennstoffbedarf | 500 t |
| Brennstofflager | Pelletsilo |
CO₂-Einsparung
520.000 kg
CO₂-Einsparung/ Jahr
Umrechnungsgrundlage:
Emissionsfaktor: 0,3 t CO₂-
Einsparung pro MWh
290 Jahre
Autofahren
(150 g CO₂/ km) mit einem
Mittelklassewagen und
12.000 km/ Jahr
4.000
Flüge
pro Person auf einem
einfachen Flug von München
nach Berlin (130 kg CO₂)
62
mal
die Jahres-Pro-Kopf-
Emissionen je Einwohner
in Deutschland (8,4 t CO₂/ a)
