7.800 Tonnen weniger CO2 – Dank Waldrestholz

Zeitlarn/Penzberg: Ein Biotechnologie-Unternehmen zeigt mit seiner 22 Millionen Euro Investition, wie Wärmeerzeugung, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz Hand in Hand arbeiten können.
Das neue Heizwerk liefert mit seiner Nennwärmeleistung von 5.000 kW Wärme aus Biomasse für die Produktion des Unternehmens. Als Brennstoff kommt in der Biomasse-Anlage Restholz aus der Forstwirtschaft zum Einsatz – so bietet das Werk Mensch, Unternehmen, und Natur gleich mehrere Vorteile auf einmal:
- Erstens: Es nutzt nachwachsende Rohstoffe, die aus der regionalen Forstwirtschaft als Restholz zur Verfügung bereitstehen.
- Zweitens: Es bietet dem Betreiber durch heimische Energie Versorgungssicherheit und Preisstabilität.
- Drittens: Es erspart Atmosphäre und Klima durch die Nutzung von Restholz 7.800 Tonnen CO2 pro Jahr – ein wichtiger Beitrag gegen den Klimawandel.
- Viertens: Es reduziert die Abhängigkeit des Unternehmens von importierten fossilen Energien und lässt die Wertschöpfung in der Region. Denn das Restholz stammt aus einem Radius von maximal 100 Kilometern – hat also nur kurze Transportwege.


(Bildquellen: Bulla)
Heimische Energie wächst nach – sicher und kostengünstig
„Mit fossilen Energieträgern machen wir uns abhängig vom internationalen Markt – und internationalen Krisen. Sowohl was die Versorgungssicherheit als auch die Preisstabilität angeht“, erklärt Thomas Schmidmeier. Nicht so seine Kunden: „Biomasse-Energie, die zum Beispiel mit Restholz aus der Forstwirtschaft oder Altholz arbeitet, ist stets vorhanden und kennt keine Lieferengpässe“, erklärt Schmidmeier. Er hat das Familien-Unternehmen Schmidmeier NaturEnergie GmbH vor 17 Jahren gegründet und es zum Marktführer im Segment Biomasse-Anlagen aufgebaut.

Hightech auch beim Tiefbau
Das Unternehmen Schmidmeier NaturEnergie liefert nicht nur die Technik – sondern auch Planung, Genehmigung, den gesamten Hoch- und Tiefbau sowie die Brennstoffversorgung, Serviceleistungen und viele weitere Themen aus einer Hand. Der Baugrund erforderte eine aufwendige Gründung über 160 Bohrpfählen mit einer Länge von 16 Metern. Auch hinsichtlich Effizienz setzt die realisierte Anlage Maßstäbe. Die Dampferzeugung ist mit einem Economiser und einem Verbrennungsluft-Vorwärmer ausgestattet, um höchstmögliche Wirkungsgrade zu erreichen. Die verbleibende Abwärme in den Abgasen der Biomassefeuerung wird in einer Rauchgas Kondensationsanlage vollständig genutzt und versorgt das Nahwärmenetz am Standort mit Nutzwärme.

Eine saubere Sache
Die kombinierte Rauchgasreinigung garantiert saubere Abgase – bereits im Feuerraum mit der ersten Reinigungsstufe: AdBlue im Rauchgasstrom wandelt Stickoxide in Wasserdampf und Stickstoff um. In der zweiten Stufe entfernt ein Multizyklon grobe Staubpartikel aus dem Rauchgas, in der dritten Reinigungsstufe filtert ein leistungsstarker Gewebefilter Feinstpartikel zu über 99 Prozent aus dem Abgas heraus.
Leuchtturm für nachhaltige Energieversorgung
„Dies ist ein Leuchtturmprojekt für ganz Oberbayern“, sagt Thomas Schmidmeier, „denn hier beweisen Ingenieurskunst und unternehmerisches Geschick, wie wir klimaneutral Energieprobleme lösen können – und das komplett mit heimischen Brennstoffen!“


(Bildquelle rechts: Bulla)