Experteninterview auf www.pelletshome.com mit Thomas Schmidmeier
Das Portal www.pelletshome.com ist eines der renommiertesten der Pelletbranche im deutschsprachigen Raum. Regelmäßig interviewt Redakteur Joachim Berner Experten zu Themen, die die Branche bewegen. Im Dezember 2011 befragte er Thomas Schmidmeier zum Potential von Holzpellets als Brennstoff in der Industrie - insbesondere für Dampfanwendungen. Alle Experteninterviews zum Nachlesen auf www.pelletshome.com.
Sie bieten Pelletlösungen zur Dampferzeugung in Industrie- und Gewerbebetrieben an. Was macht dieses Marktsegment für Pellets besonders interessant?
Die hohen Energiekosten bringen insbesondere energieintensive Betriebe mittlerweile an ihre Grenzen. In den vergangenen Jahren wurde viel Geld für Energieeffizienz- und Einsparmaßnahmen investiert. Weiter und vor allem auf Dauer sparen können die Betriebe jetzt nur noch durch den Umstieg auf einen stabil kostengünstigen Brennstoff. Holzpellets sind ideal. In Industriequalität aktuell halb so teuer wie Öl und seit Jahren absolut preisstabil. Und: Sie sind derzeit der einzige überall und in großer Menge erhältliche feste Biomasse-Brennstoff, der die enorm hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit Industrieller Dampfanlagen wirklich gewährleistet.
Wie hoch schätzen Sie das Potenzial ein?
In Deutschland sind alleine im Leistungsbereich zwischen 1.000 bis 20.000 kW etwa 20.000 Dampfkessel im Einsatz. Für den Leistungsbereich darunter liegen uns keine belastbaren branchenübergreifenden Zahlen vor, aber wir wissen, dass alleine in über tausend Brauereien Dampfanlagen zwischen 200 und 1.000 kW laufen. Die Betriebe fahren fast ausschließlich mit Öl oder Gas, werden innerhalb der nächsten 10 Jahre handeln müssen. Nicht nur wegen des Kostendrucks, sondern zunehmend auch dem zur Offenlegung der Klimabilanz. Insbesondere in der Lebensmittelindustrie ist jede vermiedene Tonne CO2 mittlerweile gut fürs Geschäft.
In Deutschland sind alleine im Leistungsbereich zwischen 1.000 bis 20.000 kW etwa 20.000 Dampfkessel im Einsatz. Für den Leistungsbereich darunter liegen uns keine belastbaren branchenübergreifenden Zahlen vor, aber wir wissen, dass alleine in über tausend Brauereien Dampfanlagen zwischen 200 und 1.000 kW laufen. Die Betriebe fahren fast ausschließlich mit Öl oder Gas, werden innerhalb der nächsten 10 Jahre handeln müssen. Nicht nur wegen des Kostendrucks, sondern zunehmend auch dem zur Offenlegung der Klimabilanz. Insbesondere in der Lebensmittelindustrie ist jede vermiedene Tonne CO2 mittlerweile gut fürs Geschäft.
Welche Gewerbebetriebe eignen sich besonders für Pellets-Dampfanlagen?
Im Prinzip lassen sich branchenübergreifend in allen Betrieben funktionale Dampflösungen auf Basis von Pellets realisieren. Am wirtschaftlichsten laufen sie in besonders energieintensiven Branchen: Papier- und chemische Industrie, Textilreinigungs-, Futtermittel- und Baustoffindustrie oder die Lebensmittelindustrie – und hier insbesondere Betriebe zur Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, Feinkost, Molkereien und Schlachthöfe. Ein großer Markt.
Unsere Kunden- und Datenbank umfasst nach viel Basisarbeit mittlerweile weit über 10.000 solcher Betriebe. Für die kleinen und mittleren Betriebe darunter – mit einem Dampfbedarf von unter 3 Tonnen pro Stunde und einem Heizölverbrauch von weniger als 400.000 Litern – können wir erst seit Kurzem eine wirtschaftliche Lösung anbieten, den susteamer®. Dabei handelt es sich um einen Holzpellet-Dampferzeuger in aufgelöster Bauweise, einem konventionellen (Abhitze-)Dampfkessel mit vorgeschalteter Pelletfeuerung, den wir derzeit auf den Markt bringen. Wir runden unser Angebot damit nach unten hin ab.
Was genau bieten Sie den Betrieben an?
Funktionale Energielösungen auf Basis von Holzpellets als Gesamtkonzept, von der Planung über die Projektierung bis hin zur Realisierung. Dabei arbeiten wir gerne und sehr gut mit den Planern der Kunden zusammen, die übergeordnete Projektsteuerung bleibt aber immer bei uns.
Herzstück unserer Energielösungen sind Dampfkessel des Typs LIGNOCAL (600 bis 10.000 kg/h), dem einzig schnell regelbaren Pellet-Dampfkessel weltweit oder ein susteamer (400 bis 4.000 kg/h). Beide Systeme können wir auch im Container realisieren. Vor wenigen Tagen haben wir dazu erst eine Kooperation mit einem der renommiertesten Dampfanlagenbauern besiegelt.
Neben dem Kessel und dessen unmittelbare Peripherie kümmern wir uns als Brennstoffspezialisten um Lager- und Fördertechnik und mit das wichtigste für unsere Kunden: Wir erstellen für sie ein langfristiges und vor allem belastbares Brennstoffversorgungskonzept.
Nach unzähligen Gesprächen mit Kunden aber auch Planern und Entscheidern der verschiedenen Branchen weiß ich, dass der Markt funktionale Gesamtlösungen verlangt. Kein Kunde wird sich für Pellets entscheiden oder einen Biomassedampfkessel alleine, wenn das "Paket" nicht stimmt. Dabei spreche ich übrigens ausdrücklich NICHT von Contracting - gerade die Mittelständler sind und bleiben gerne ihr "eigener Herr" im Kesselhaus.
Was hemmt Ihrer Meinung nach den Einsatz von Pellets-Dampfkesselanlagen bislang?
In Industrie und Gewerbe stehen wir im Prinzip heute da, wo wir vor 10,15 Jahren im Bereich Privatkunden waren: Pelletlösungen sind in Deutschland keine anerkannte Standardtechnologie, anders als in Skandinavien beispielsweise übrigens. Dort laufen tausende von großen Pelletanlagen, die Betriebe mit Heißwasser oder Dampf versorgen – viele davon von unserem Partner OMNICAL beziehungsweise dem Schwesterunternehmen danstoker.
Erst vor drei Jahren haben wir begonnen, uns mit OMNICAL zu vernetzen. Seitdem haben wir in dieser Kooperation sehr viel Basisarbeit geleistet, uns in den Branchen gut vernetzt und sehr viel an Marketing- und PR-Arbeit geleistet. Viele Kunden sind noch immer skeptisch, was die Verfügbarkeit der Anlagen betrifft. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Langsam trägt die Arbeit Früchte und die Zahl der Anfragen -darunter auch solche von sehr renommierten Unternehmen - wächst jede Woche.
Und mit dem Brennstoff „Industriepellets“ können die Unternehmer häufig nur wenig anfangen, kennen ihn oftmals sogar nicht. Logisch, dass dann das Vertrauen in Preisstabilität und Versorgungssicherheit fehlt. Deswegen haben wir jetzt auch eine Expertise über die historische Preisentwicklung beim Deutschen BiomasseForschungsZentrum in Leipzig in Auftrag gegeben. Wir werden Sie im Januar 2012 veröffentlichen.
Auch Planer und Ingenieure wagen sich erst langsam an das Thema heran. Oft holen sie am Ende doch meist die einfache Standardlösung mit Öl oder Gas aus der Schublade. Holzpellet-Dampfanlagen? Zu kompliziert und schwierig. Um es auf den Punkt zu bringen: Industriepellets und darauf basierende Lösungen für Prozessdampfanwendungen haben ein Imageproblem.
Wie ließen sich diese Hemmnisse überwinden?
Aufklärung, gezielte Information und dem Aufbau von branchenübergreifenden Netzwerken. Wir haben hier in den vergangenen Monaten und Jahren schon viel getan. Wir sind auf vielen Kongressen der verschiedenen Branchen unterwegs, halten Vorträge und Schulungen. Ich würde mir wünschen, dass mehr aus der Biomasseszene, allen voran der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. das Thema gemeinsam mit uns weiter voranbringen. Da kommt bisher so gut wie gar nichts. Dazu müsste man aber bestehende Pfade ein Stück weit verlassen, statt das Thema sich selbst zu ueberlassen und dort Präsenz zeigen, wo potentielle Kunden zusammenkommen – auf Messen und Veranstaltungen der verschiedenen Branchen. Dort erreicht man auch deren Planer und die Top-Anlagenbauer der Branche, ohne die heute kaum noch ein Unternehmer eine Entscheidung treffen kann oder will. Wir sind gerade dabei diese Multiplikatoren für unser Thema zu gewinnen – einen nach dem anderen holen wir an Bord. Ich bin in den letzten Wochen auch aus keinem Termin herausgegangen, in dem nicht eine Zusammenarbeit oder sogar Kooperation vereinbart wurde.
Was sagen Sie zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen?
Wenn die Rahmenbedingungen wie Energie- und somit Brennstoffbedarf und die Fördermittelsituation stimmen, liegen die Amortisationszeiten im Schnitt zwischen 3 und 5 Jahren, in einigen Fällen auch darunter. Bei kleinen Betrieben, die einschichtig fahren und einen Verbrauch von unter 100.000 Litern Heizöl haben, können wir das nicht immer darstellen. Weil Dampfkesselanlagen häufig 30 und mehr Jahre in Betrieb sind, überstürzen die Unternehmer hier aber nichts. Viele warten ab und halten sich auch mit Neuinvestitionen in fossile Anlagen zurück - und wir bleiben einfach am Ball.
Wie viele Anlagen haben Sie bislang realisieren können?
Eine Anlage mit einem 3 Tonnen LIGNOCAL-Dampfkessel läuft schon im zweiten Jahr in einem Wäschereibetrieb in Schwaben. Zwei weitere Anlagen gehen voraussichtlich im Sommer 2012 in Betrieb. Wir haben im Moment insgesamt ca. 25 LIGNOCAL-Projekte in der heißen Phase, bei wenigsten drei stehen wir kurz vor Vertragsabschluss. Für den susteamer haben wir aktuell etwa 30 Anfragen auf dem Tisch, obwohl wir noch nicht einmal mit der aktiven Vermarktung begonnen haben. 2012 wird für uns also ein sehr arbeitsintensives Jahr werden.
Der Pelletskesselmarkt in Europa stagniert. Müsste die Branche Ihrer Meinung nach stärker nach neuen Einsatzfeldern suchen?
Sie hätte schon lange und viel intensiver suchen müssen. Mir persönlich war seit dem 2009er Einbruch klar, dass sich der Kleinkesselmarkt nicht mehr erholen wird. Dieser private Markt wird auf absehbare Zeit nicht mehr genügend Wachstumspotenial für alle bieten. Nur dort, wo es wirklich um existenzielle Geldbeträge geht, können sie sich gegen das, was an den Wirtshausstammtischen an Quatsch verbreitet wird, durchsetzen. Und: In der Industrie sind wir nicht auf das Wohlwollen des Heizungbau-Handwerkes angewiesen. Es wird Zeit, dass sich die gesamte Branche bewegt und sich für innovative Geschäfts- und Kooperationsmodelle öffnet.
Im Prinzip lassen sich branchenübergreifend in allen Betrieben funktionale Dampflösungen auf Basis von Pellets realisieren. Am wirtschaftlichsten laufen sie in besonders energieintensiven Branchen: Papier- und chemische Industrie, Textilreinigungs-, Futtermittel- und Baustoffindustrie oder die Lebensmittelindustrie – und hier insbesondere Betriebe zur Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, Feinkost, Molkereien und Schlachthöfe. Ein großer Markt.
Unsere Kunden- und Datenbank umfasst nach viel Basisarbeit mittlerweile weit über 10.000 solcher Betriebe. Für die kleinen und mittleren Betriebe darunter – mit einem Dampfbedarf von unter 3 Tonnen pro Stunde und einem Heizölverbrauch von weniger als 400.000 Litern – können wir erst seit Kurzem eine wirtschaftliche Lösung anbieten, den susteamer®. Dabei handelt es sich um einen Holzpellet-Dampferzeuger in aufgelöster Bauweise, einem konventionellen (Abhitze-)Dampfkessel mit vorgeschalteter Pelletfeuerung, den wir derzeit auf den Markt bringen. Wir runden unser Angebot damit nach unten hin ab.
Was genau bieten Sie den Betrieben an?
Funktionale Energielösungen auf Basis von Holzpellets als Gesamtkonzept, von der Planung über die Projektierung bis hin zur Realisierung. Dabei arbeiten wir gerne und sehr gut mit den Planern der Kunden zusammen, die übergeordnete Projektsteuerung bleibt aber immer bei uns.
Herzstück unserer Energielösungen sind Dampfkessel des Typs LIGNOCAL (600 bis 10.000 kg/h), dem einzig schnell regelbaren Pellet-Dampfkessel weltweit oder ein susteamer (400 bis 4.000 kg/h). Beide Systeme können wir auch im Container realisieren. Vor wenigen Tagen haben wir dazu erst eine Kooperation mit einem der renommiertesten Dampfanlagenbauern besiegelt.
Neben dem Kessel und dessen unmittelbare Peripherie kümmern wir uns als Brennstoffspezialisten um Lager- und Fördertechnik und mit das wichtigste für unsere Kunden: Wir erstellen für sie ein langfristiges und vor allem belastbares Brennstoffversorgungskonzept.
Nach unzähligen Gesprächen mit Kunden aber auch Planern und Entscheidern der verschiedenen Branchen weiß ich, dass der Markt funktionale Gesamtlösungen verlangt. Kein Kunde wird sich für Pellets entscheiden oder einen Biomassedampfkessel alleine, wenn das "Paket" nicht stimmt. Dabei spreche ich übrigens ausdrücklich NICHT von Contracting - gerade die Mittelständler sind und bleiben gerne ihr "eigener Herr" im Kesselhaus.
Was hemmt Ihrer Meinung nach den Einsatz von Pellets-Dampfkesselanlagen bislang?
In Industrie und Gewerbe stehen wir im Prinzip heute da, wo wir vor 10,15 Jahren im Bereich Privatkunden waren: Pelletlösungen sind in Deutschland keine anerkannte Standardtechnologie, anders als in Skandinavien beispielsweise übrigens. Dort laufen tausende von großen Pelletanlagen, die Betriebe mit Heißwasser oder Dampf versorgen – viele davon von unserem Partner OMNICAL beziehungsweise dem Schwesterunternehmen danstoker.
Erst vor drei Jahren haben wir begonnen, uns mit OMNICAL zu vernetzen. Seitdem haben wir in dieser Kooperation sehr viel Basisarbeit geleistet, uns in den Branchen gut vernetzt und sehr viel an Marketing- und PR-Arbeit geleistet. Viele Kunden sind noch immer skeptisch, was die Verfügbarkeit der Anlagen betrifft. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Langsam trägt die Arbeit Früchte und die Zahl der Anfragen -darunter auch solche von sehr renommierten Unternehmen - wächst jede Woche.
Und mit dem Brennstoff „Industriepellets“ können die Unternehmer häufig nur wenig anfangen, kennen ihn oftmals sogar nicht. Logisch, dass dann das Vertrauen in Preisstabilität und Versorgungssicherheit fehlt. Deswegen haben wir jetzt auch eine Expertise über die historische Preisentwicklung beim Deutschen BiomasseForschungsZentrum in Leipzig in Auftrag gegeben. Wir werden Sie im Januar 2012 veröffentlichen.
Auch Planer und Ingenieure wagen sich erst langsam an das Thema heran. Oft holen sie am Ende doch meist die einfache Standardlösung mit Öl oder Gas aus der Schublade. Holzpellet-Dampfanlagen? Zu kompliziert und schwierig. Um es auf den Punkt zu bringen: Industriepellets und darauf basierende Lösungen für Prozessdampfanwendungen haben ein Imageproblem.
Wie ließen sich diese Hemmnisse überwinden?
Aufklärung, gezielte Information und dem Aufbau von branchenübergreifenden Netzwerken. Wir haben hier in den vergangenen Monaten und Jahren schon viel getan. Wir sind auf vielen Kongressen der verschiedenen Branchen unterwegs, halten Vorträge und Schulungen. Ich würde mir wünschen, dass mehr aus der Biomasseszene, allen voran der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. das Thema gemeinsam mit uns weiter voranbringen. Da kommt bisher so gut wie gar nichts. Dazu müsste man aber bestehende Pfade ein Stück weit verlassen, statt das Thema sich selbst zu ueberlassen und dort Präsenz zeigen, wo potentielle Kunden zusammenkommen – auf Messen und Veranstaltungen der verschiedenen Branchen. Dort erreicht man auch deren Planer und die Top-Anlagenbauer der Branche, ohne die heute kaum noch ein Unternehmer eine Entscheidung treffen kann oder will. Wir sind gerade dabei diese Multiplikatoren für unser Thema zu gewinnen – einen nach dem anderen holen wir an Bord. Ich bin in den letzten Wochen auch aus keinem Termin herausgegangen, in dem nicht eine Zusammenarbeit oder sogar Kooperation vereinbart wurde.
Was sagen Sie zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen?
Wenn die Rahmenbedingungen wie Energie- und somit Brennstoffbedarf und die Fördermittelsituation stimmen, liegen die Amortisationszeiten im Schnitt zwischen 3 und 5 Jahren, in einigen Fällen auch darunter. Bei kleinen Betrieben, die einschichtig fahren und einen Verbrauch von unter 100.000 Litern Heizöl haben, können wir das nicht immer darstellen. Weil Dampfkesselanlagen häufig 30 und mehr Jahre in Betrieb sind, überstürzen die Unternehmer hier aber nichts. Viele warten ab und halten sich auch mit Neuinvestitionen in fossile Anlagen zurück - und wir bleiben einfach am Ball.
Wie viele Anlagen haben Sie bislang realisieren können?
Eine Anlage mit einem 3 Tonnen LIGNOCAL-Dampfkessel läuft schon im zweiten Jahr in einem Wäschereibetrieb in Schwaben. Zwei weitere Anlagen gehen voraussichtlich im Sommer 2012 in Betrieb. Wir haben im Moment insgesamt ca. 25 LIGNOCAL-Projekte in der heißen Phase, bei wenigsten drei stehen wir kurz vor Vertragsabschluss. Für den susteamer haben wir aktuell etwa 30 Anfragen auf dem Tisch, obwohl wir noch nicht einmal mit der aktiven Vermarktung begonnen haben. 2012 wird für uns also ein sehr arbeitsintensives Jahr werden.
Der Pelletskesselmarkt in Europa stagniert. Müsste die Branche Ihrer Meinung nach stärker nach neuen Einsatzfeldern suchen?
Sie hätte schon lange und viel intensiver suchen müssen. Mir persönlich war seit dem 2009er Einbruch klar, dass sich der Kleinkesselmarkt nicht mehr erholen wird. Dieser private Markt wird auf absehbare Zeit nicht mehr genügend Wachstumspotenial für alle bieten. Nur dort, wo es wirklich um existenzielle Geldbeträge geht, können sie sich gegen das, was an den Wirtshausstammtischen an Quatsch verbreitet wird, durchsetzen. Und: In der Industrie sind wir nicht auf das Wohlwollen des Heizungbau-Handwerkes angewiesen. Es wird Zeit, dass sich die gesamte Branche bewegt und sich für innovative Geschäfts- und Kooperationsmodelle öffnet.




